Mehr Platz für Flüchtlinge

Am Standort des früheren Seniorenheims an der Salvador-Allende-Straße sollen in den nächsten zwei Jahren Wohnungen für Geflüchtete entstehen. Dafür wird der marode Bau aus den 70er-Jahren bis Ende Juli abgerissen. Im Sommer soll dann Baubeginn sein für drei sechsgeschossige Modularbauten. Geplant sind Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern in denen 460 Bewohner unterkommen sollen. Zudem soll es einen Dorfplatz und zwei Spielplätze für kleine und große Kinder geben. Im Dezember 2020 könnten Flüchtlinge mit geklärtem Aufenthaltsstatus dort einziehen. Eine ander Unterkunft für Flüchtlinge in Baumschulenweg ist zwar fertig, steht aber noch leer. Dort hat die Wohnungsgesellschaft Stadt und Land 78 Wohnungen errichtet. Es gibt jedoch keinen Betreiber. Ein im Vergabeverfahren unterlegener Bewerber hat geklagt – bis eine Einigung erzielt wurde, kann die Anlage nicht beuogen werden.

Freibäder in neuen Händen

Gute Nachricht zum Jahresende: Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) konnten die Vergabeverfahren für fünf Berliner Strandbäder erfolgreich abschließen und so die Zukunft der traditionsreichen Bäder sichern. Alle Betreiber erhalten, wie bisher auch, einen Vertrag für fünf Jahre mit einer Verlängerungsoption für weitere fünf Jahre. Während in Lübars und Friedrichshagen die bisherigen auch die zukünftigen Pächter sind, kommt es in Plötzensee, Grünau und Wendenschloß zu einem Wechsel. Dort werden neue Pächter die Regie übernehmen.

Bahnhof Schöneweide bleibt barrierefrei

Die Schlichter haben es geschafft: Der Bahnhof Schöneweide bleibt während der dreijährigen Sanierungsphase barrierefrei und somit auch zugänglich für Menschen mit Behinderung. Das soll mit zwei temporären Aufzügen an der Außenseite sichergestellt werden. Nach Inbetriebnahme der regulären Aufzüge im Innenbereich können die temporären Aufzüge problemlos wieder abmontiert werden. Allerdings hat sich die Deutsche Bahn nicht dazu durchringen können, die Aufzüge selbst zu finanzieren. Der Senat springt ein, betont allerdings den absoluten Ausnahmecharakter der Entscheidung. „Wir freuen uns darüber, dass alle Menschen weiterhin die Möglichkeit haben, den Bahnhof während der Sanierung nutzen zu können”, so Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

Modernes Krebs-Zentrum entsteht in Köpenick

Köpenick bekommt jetzt ein modernes Krebszentrum. Offiziell heißt es Onko-Zentrum-Berlin (OZB) und entsteht für 20 Millionen Euro an der Erwin-Bock-Straße in einem alten Plattenbau neben dem Krankenhaus. Von Anfang 2020 an sollen hier Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen unter einem Dach möglich sein, in enger Zusammenarbeit mit dem benachbarten DRK-Krankenhaus. Bisher mussten viele Patienten zur Strahlenbehandlung nach Buch fahren. Künftig soll das auch in Köpenick möglich sein. Neben der Strahlen- und Chemotherapie soll im OZB auch die Radionuklidtherapie angeboten werden, für die die Patienten allerdings i stationär aufgenommen werden müssen. Behandelt werden sowohl Kassen- als auch Privatpatienten. Investor der Klinik sind die Gründer des Diagnostisch-Therapeutischen Zentrums am Frankfurter Tor.