Jetzt ist die Wuhlheide dran

Nach dem Treptower Park soll jetzt auch die Wuhlheide gärtnerisch aufgepeppt werden. Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) rechnet mit ähnlich hohen Kosten für die Rekonstruktion der ehemaligen Parkanlagen, also 14 Millionen Euro. Doch bevor es los geht mit den Arbeiten, muss erstmal das Pflege- und Entwicklungskonzept stehen – und daran wird noch gearbeitet. Die Untere Naturschutzbehörde hat in Absprache mit der Forstverwaltung schon mal damit begonnen, die Waldgebiete von „invasiven“ Gehölzen zu befreien, insbesondere der Spätblühenden Traubenkirsche. Ziel ist, den traditionellen, vom Aussterben bedrohten Waldtyp „Fingerkraut-Eichenwald“ wieder zum Vorschein zu bringen.

Wohnungen zurück gekauft

Berlin kauft Wohnungen im Kosmosviertel zurück. 1821 Wohnungen und 22 Gewerbeeinheiten im Kosmosviertel in Altglienicke gehören demnächst wieder dem Land Berlin und sollen in den Bestand der „Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft” übergehen. Es waren lange Verhandlungen nötig; über den Kaufpreis wird Stillschweigen gewahrt. Senatorin Katrin Lompscher sprach von einem regelrechten Verhandlungsmarathon. Die Übertragung an Stadt und Land soll im April erfolgen. „Mit diesem Kauf erweitern wir die Bestände der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften deutlich und sorgen so dafür, dass Wohnen in Berlin für immer mehr Menschen bezahlbar bleibt“, sagt Lompscher zum Kauf. Bei den angekauften Wohnungen im Kosmosviertel handelt es sich um 17 Gebäude, mit einer Höhe zwischen sechs und elf Geschossen. Der Bau der Wohnungen, überwiegend 2- und 3-Zimmer-Wohnungen, wurde in den Jahren 1991 und 1992 abgeschlossen. Die Blöcke wurden wenige Jahre später privatisiert, um Altschulden abzubauen. Die Wohnungen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu bestehenden und gerade im Bau befindlichen Wohnungen der Stadt und Land und reihen sich somit gut ein.

Hallen zum Verkauf

Die Rathenau-Hallen sollen verkauft werden. Damit ist eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Berlins wieder auf dem Markt. Eigentümer des 72.000 Quadratmeter großen Geländes ist die Toruro GmbH, hinter der irische Investoren stehen Angeblich soll die Firma das Areal für zwölf Millionen Euro gekauft haben. Inzwischen liegt der Wert bei 30 Millionen, mit Baurecht für Wohnungen sogar bei 45 Millionen Euro. Da können die Iren ganz schön abstauben. Toruro wollte mit dem Bau von Wohnungen die Sanierung der maroden Industriebauten finanzieren. Zuletzt wären 250 Wohnungen genehmigt worden, nicht genug, fanden die Investoren. Bis zu 25 Prozent Wohnungsanteil sind jedoch nur auf dem als Mischgebiet ausgewiesenen Gelände möglich. Jetzt also erstmal zurück auf Anfang. Die Investorensuche läuft, doch an den gesetzlichen Gegebenheiten wird sich nichts ändern – und für die dort angesiedelte Kreativwirtschaft hoffentlich auch nicht. Baustadtrat Rainer Hölmer bestätigte auf Tagesspiegel-Anfrage schon mal: „Das Stadtentwicklungsamt hat mehrere Kaufinteressenten bezüglich der baurechtlichen Rahmenbedingungen beraten. Ob, wie konkret und wie erfolgversprechend Kaufverhandlungen mit den bisherigen Eigentümern tatsächlich geführt werden, kann das Bezirksamt aktuell nicht beurteilen.” Es bleibt also spannend.

Rätsel um grünen Radweg

Was ist denn in der Seelenbinderstraße passiert, nur eine Seite ist noch grün. Wo der grüne Streifen in Richtung Brandenburgplatz geblieben sei, wollte Leserin Sigrid M. von wissen. Die Antwort des zuständigen Stadtrats Rainer Hölmer gibt dazu nicht wirklich Auskunft, aber: „Die Markierungsarbeiten in der Seelenbinderstraße konnten im Jahr 2018 witterungsbedingt leider nicht mehr vollendet werden. Sie werden in diesem Jahr, sobald die Wetterlage das erlaubt, komplettiert werden.” Also werden wir zumindest die Seelenbinderstraße bald in beide Richtungen sicher fahren können – hoffentlich.