Warum wir eigentlich Ostern feiern

Für viele Menschen ist Ostern ein Fest der Geschenke, des netten Beisammenseins und der Schlemmerei. Dabei ist Ostern das höchste Fest im Christentum, bei dem die Auferstehung Jesus Christus gefeiert wird. Grund für uns, die Geschichte noch einmal kurz ins Gedächtnis zu rufen. es kann ja nicht schaden zu wissen, warum wir Ostern, Weihnachten & Co. feiern.
Genau eine Woche vor Ostersonntag beginnt die Karwoche, welche gleichzeitig die letzte Woche der vierzigtägigen Fastenzeit markiert. Der Wortteil „Kar“ leitet sich vom althochdeutschen Begriff „kara“ ab und bedeutet so viel wie Kummer, Jammer oder Klage. Die Karwoche ist als christliche Trauerwoche bekannt.
Die Karwoche wiederum wird vom Palmsonntag eingeleitet. An diesem Tag feiern die Christen Jesus Einzug in die heilige Stadt Jerusalem. Weil das Volk dem Heiland damals Palmzweige als Symbol des Sieges und des Lebens auf den Weg streute, heißt der Tag Palmsonntag.
Am Gründonnerstag (der Tag vor Karfreitag) feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Man nimmt an, dass sich die Bezeichnung entweder auf die „Grünen“ bezieht, womit im Mittelalter Büßer gemeint waren, auf die Farbe Grün als Symbol für das Wachsen und die Erneuerung oder dass sich das Wort vom Verb „greinen“ (im Sinne von beweinen) herleitet.
Am Karfreitag wird an die Kreuzigung Jesu gedacht, welcher von Pontius Pilatus zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Golgatha gekreuzigt wurde.
Am Karsamstag endet für viele Christen die vierzigtägige Fastenzeit. In der Nacht auf Sonntag werden traditionell die Osterfeuer entzündet. Hiermit wird die Auferstehung Jesu als Licht der Welt symbolisiert.
Laut Bibel machten sich drei Tage nach der Kreuzigung einige Frauen auf den Weg zum Grab des Heilands, um den Leichnam zu salben. Doch sie fanden ein leeres Grab vor. Daher wird davon ausgegangen, dass Jesus am Ostersonntag auferstanden ist. Die Auferstehung Jesu stellt neben der Geburt Jesu Christi das höchste Fest in der Kirche dar.
Am Ostermontag erschien der Erlöser zwei wandernden Jüngern, die sich daraufhin sofort auf den Rückweg nach Jerusalem machten, um den anderen Jüngern die frohe Botschaft zu überbringen.
Die vierzigtägige Fastenzeit (sie beginnt immer am Aschermittwoch nach dem Karneval), sowie auch die ganze Osterzeit richten sich nach der Auferstehung Jesu. Obwohl die Osterfeierlichkeiten als ranghöchstes Fest des Christentums gelten, wird dem Heiligabend (als dem Geburtstag des Jesuskindes) in der Gesellschaft oftmals viel mehr Gewicht beigemessen.

sip

Osterbräuche

Ostern ist ein Fest, an dem man gern mit seiner Familie oder seinen Freunden feiert und speist. Doch besteht Ostern nicht nur aus Leckereien wie dem Osterbraten, aus Schokoladeneiern oder Schokoladenhasen, sondern hat eine Vielfalt an Osterbräuchen zu bieten, die es zu entdecken gilt. Manche von ihnen existieren schon seit Jahrhunderten, wie etwa das Eierfärben, das Eiersuchen oder auch das bei den Sorben beliebte Osterreiten.
Viele Osterbräuche sind aber auch mit dem christlichen Glauben eng verbunden, wie die Opfergabe des Osterlamms, das Entzünden des Osterfeuers oder die Weihung der Osterkerze.
Und dann gibt es noch die Traditionen aus der Küche, wie das selbsthergestellte Ostergebäck. Dazu zählen beispielsweise das traditionelle Osterbrot und der Hefezopf, in manchen Familien aber auch bestimmte Kuchen.
Das Symbol für Ostern schlechthin ist der Osterhase. Nur warum bringt der Ostehase die Ostereier? In der historischen Überlieferung wurde nicht nur der Osterhase als Osterbote eingesetzt, sondern je nach Region waren der Fuchs, der Rabe oder auch der Kuckuck Osterboten. Der Hase hat sich, zumindest Deutschland, gegenüber den anderen beiden behaupten können.
Das Ei gilt als Zeichen neuen Lebens, als Symbol der Auferstehung. Das wussten bereits im Mittelalter die Katholiken während der Fastenzeit zu schätzen. Daraus entstand dann ihre allgemeine Wertschätzung zur Osterzeit. Später wurden dann die Ostereier als Belohnung für Kinder, die besonders brav und fleißig waren, vergeben. Heute ist dieser Brauch „etwas” ausgeweitet worden. Es gibt längst nicht mehr nur simple Ostereier – egal ob aus Schokolade oder hartgekochte echte. Die heutigen Ostergeschenke stehen oft kaum noch den Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken nach.

Wenn die Amseln Nester bauen
kleine Häschen sich getrauen
einem Huhn das Ei zu klauen...
ist Ostern nicht mehr weit
(Anita Menger)

Zitronige Osterkekse - frisch wie der Frühling

150g Butter, 1 Tl Vanillezucker, 75 g Puderzucker schaumig rühren. 150 g Mehl, 75 g Speisestärke, 1 El Milch und Saft von 1/2 Zitrone unterrühren. Teig 3mm dick ausrollen, mit Folie bedeckt 20 Min. kühl stellen. Mit einer Form Kekse ausstechen (z.B. als Ei), bei der Hälfte ein kleines rundes Loch in die Mitte stanzen. Auf Backblech mit Backpapier 10 Minuten bei 200 Grad backen, etwas abkühlen lassen. Aus 3 El Puderzucker und 1 Tl Zitronensaft einen Guss anrühren und die Kekse mit Loch damit bestreichen, trocknen lassen. Je zwei Kekse mit Zitronenmarmelade zusammenkleben und das Loch mit einem Klecks Marmelade auffüllen.

Frühlingshafter Aperitif

Pro Glas 4 cl Aperol, 1 Rosmarinzweig, 3 Eiswürfel und 3 Zesten einer Bio-Zitrone. Alles in ein Glas und mit Prosecco auffüllen.

Hefeknoten mit Fenchelbutter – perfekt für den Osterbrunch

150 ml Milch mit 1/4 Tl Zucker und einer Prise Salz lauwarm erhitzen. 5 g Trockenhefe einrühren. 280 g Mehl in eine Schüssel geben, Hefemilch und 20 ml Olivenöl dazu und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für die Fenchelbutter: 1 El Fenchelsaat im Mörser fein zermahlen und mit
80 g weicher Butter, 1 Tl Honig und 1/4 Tl. Salz verrühren.
60 g ital. Hartkäse, z.B. Parmesan, fein reiben
Dann den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche noch einmal durchkneten, in 24 gleichgroße Portionen teilen und mit einem Küchentuch abdecken (gegen Austrocknen). Jeweils zu 15 cm langen, ovalen Fladen ausrollen. Je 1 Tl. Fenchelbutter und 1 Tl. geriebenen Käse darauf verteilen.
Fladen von der Längsseite her aufrollen, die Enden miteinander „verknoten”. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, abdecken und weitere 10-15 Minuten gehen lassen.
1 Eigelb und 1 El.Milch verquirlen, die Knoten damit bepinseln. Mit etwas schwarzem Pfeffer und restlichem Käse bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) auf der 2. Schiene von unten 15 Minuten backen. Hefeknoten abkühlen lassen und servieren.