Gedanken aus Müggelheim

Von Simone Jacobius

Des einen Freud ist des anderen Leid. Das alte Sprichwort bewahrheitet sich immer wieder, erst Recht beim Wetter. Während die einen über den genialen Sommer 2018 jubelten, Biergärten und das erfrischende Bad genossen, klagten die Landwirte über vertrocknete Ernten und Hitzeempfindliche über die zu hohen Temperaturen. Jetzt prognostizieren die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes, auch der diesjährige Sommer könnte wieder so werden – eventuell noch heftiger, weil die Wasserreserven der Natur durch den ebenfalls zu trockenen Winter aufgebraucht seien. Schon die Startbedingungen für die Vegetation sei in diesem Jahr deutlich schlechter. Denn die austreibenden Pflanzen entziehen dem Waldboden zusätzlich Wasser. Es ist also knochentrocken im Wald. Die Folge: eine sehr hohe Waldbrandgefahr. In vielen Landkreisen Brandenburgs wurde Ende April schon die höchste Stufe ausgerufen, aber auch im Kaniswall. Die ersten Waldbrände gab es bereits. Und das bisschen Regen in der vergangenen Woche sorgte nicht wirklich für eine Entschärfung der Brandgefahr.
Wie schnell so etwas gehen kann, habe ich zu Ostern selbst festgestellt. Die Osterbrötchen lagen in einer Edelstahlschüssel in der prallen Sonne auf der Terrasse – plötzlich fing das Brötchen durch die Lichtbündelung in der Schüssel an zu brennen. Und die zählen im Allgemeinen nicht zu den schnellbrennbaren Gegenständen... Ein Grund mehr, dass wir alle achtsam sind – genügend Abstand beim Grillen zum Wald einhalten und auf Lagerfeuer bei dieser Trockenheit gänzlich verzichten. Das ganzjährige Rauchverbot im Wald hat jetzt noch mehr Berechtigung und beinhaltet auch das achtlose Wegschmeißen von Zigarettenkippen aus dem Autofenster. Und auch an uns selbst sollten wir denken: Also immer schön trinken – und das Cremen nicht vergessen...

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