Gedanken aus Müggelheim

Von Simone Jacobius

Puh, war das heiß im Juni. Ich konnte gar nicht so viel trinken, wie ich schwitzen musste. Und mein Kopf, der dachte immer nur in Endlosschleife „Wasser, baden, heiß…“. Glücklicherweise habe ich einen humanen Arbeitgeber und einen Job, der auch Homeoffice ermöglicht. Bei knapp 40 Grad draußen habe ich in meinem 20 Grad kalten Keller-Arbeitszimmer schon eher gefröstelt. Aber ich konnte mich ja draußen schnell wieder aufwärmen… Und zwischendrin in den See springen.
Nichtsdestotrotz: Auch wenn das Denken bei heißen Temperaturen eher schwerfällt, genieße ich dieses Wetter. Die Abende sind lang und spontane Treffen mit Nachbarn und Freunden quasi zum Abkühlen nach Sonnenuntergang sind doch herrlich. Außerdem ist die Stadt dank der Ferien jetzt relativ leer und wäre, wenn es nicht Unmengen an Sommer-Baustellen gäbe, sogar gut befahrbar.
Aber es gibt wahrlich kuriose Hitze-Auswirkungen: In Märkisch-Oderland hat die Polizei einen Mann gestoppt, der nackt auf dem Motorroller fuhr – immerhin Helm und Sandalen hatte er an. Seine Begründung: „Et is halt warm, wa?“ Wo er Recht hat, hat er Recht. Denn noch nie waren die Temperaturen im Juni so hoch. Im brandenburgischen Coschen wurden am 26. Juni 38,6 Grad gemessen. In Ostwestfalen wurde das Trinkwasser knapp, Freibäder und Strände waren überfüllt. Leider gab es auch etliche, die einen Hitzekoller bekamen und dann wieder extrem Leichtsinnige, die genau in der Mittagshitze meinten, ihre Joggingeinheit absolvieren zu müssen. Leichtsinniger geht es kaum noch! Also genießen sie den Sommer, passen Sie auf sich auf und trinken Sie genug! Denn der Sommer hat zumindest vom Datum her gerade erst angefangen.

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