Wohnungen statt Lauben

Berlin braucht Platz für Wohnungen. Deswegen stehen jetzt auch die Kleingartenanlagen (KGA) auf dem Prüfstand. Geprüft werden jetzt auch drei Anlagen in Treptow-Köpenick. Die KGA Mariengrund (Südostallee), Parkstraße (Köpenicker Landstraße) und Mississippi (Kiefholzstraße, Plänterwald) könnten ab 2030 Bauland für Wohnungen werden. Das geht aus dem neuen Stadtentwicklungsplan Wohnen hervor, wie der Tagesspiegel berichtete. Demnach werden diese Anlagen auf ihre Tauglichkeit geprüft. Zwischen 200 und 1000 Wohnungen könnten dort entstehen. Bis zum Jahr 2030 sollen in Berlin 200.000 neue Wohnungen entstehen, geht aus dem Stadtentwicklungsplan hervor. Die Neubaupotenziale für Treptow-Köpenick liegen zwischen 8200 und 35.000 Wohnungen auf 33 Flächen, je nachdem, wie Prüfungen und Planungen ausfallen. Dazu zählen nicht nur die Kleingartenanlagen. Die Liste enthält auch viele Bauflächen, auf denen die Planung bereits konkret läuft, beispielsweise Marienhain in Wendenschloss, der Güterbahnhof Köpenick oder auch die Straße am Flugplatz in Johannisthal. 

Y-Radschnellweg kommt

Radfahren ohne Wurzelhuckel, abrupt endende Wege und fehlende Querungshilfen? Das soll ab 2023 möglich sein. Bislang besteht der geplante Radschnellweg aber nur als grober Plan. Für die sogenannte Y-Trasse von Adlershof nach Kreuzberg wurde vor Kurzem der aktuelle Planungsstand vorgestellt. Den parallelen Weg an der A 113 gibt es schon, dann allerdings beginnen die Brückenfragen – über den Britzer Verbindungskanal und den Teltowkanal. Eine Variante wäre die gesperrte Späthbrücke zu reaktivieren.Erst mit Fertigstellung der neuen Autobahn nach Treptow (geplant 2022) kann auch der Radschnellweg kommen, der dann wieder parallel verläuft, allerdings vor dem Treptower Park nach Norden abzweigt, um dem alten Bahndamm zum Görlitzer Park zu folgen, der ja jetzt schon die Elsenstraße und den Landwehrkanal überbrückt. Die Radwege sollen mindestens vier Meter breit sein, plus zusätzliche mindestens 2,50 Meter für den Fußverkehr. Damit dürfte der vorhandene Weg an der A 113 schon mal nicht reichen.

Neue Ateliers

Private Investoren müssen nicht zwingend Immobilienhaie sein. Die Fortress AG aus Düsseldorf zumindest möchte in ihrem Gewerbezentrum auf der Brache an der Rummelsburger Landstraße auch Arbeitsräume für Künstler errichten, ein „Ensemble aus Ateliers, modernen Bürowelten und Hotelnutzung“ sei geplant, verteilt auf acht einzelne Gebäude, die quer zur Straße stehen und jeweils Blickachsen zum alten Redaktionsgebäude des Funkhauses Nalepastraße erlauben. Auch dieses Gebäude gehört zum Projekt. Rund 75 Millionen Euro will Fortress investieren. Mit dem Bau soll 2021 begonnen werden.