Das Recht auf Leben

Von Ingrid Zweiniger

Ein Aufruf an die Menschen auf dieser Erde: Bitte lasst eure Finger von den Bäumen, den Tieren und den Grashalmen!
Trabbi wachte auf. Er hatte einen schlimmen Traum. Er kam nicht zur Ruhe. „Ich muss mit Fritzi sprechen, damit ich endlich diese gruselige Geschichte aus dem Kopf loswerde”, dachte er sich. „Fritzi, wo bist du?” Trabbi rannte durch den Garten, aber sein Kätzchen war nicht da. Plötzlich sah er sie auf dem Dach sitzen.
„Fritzi, komm bitte sofort vom Dach runter, ich muss mit dir reden.” Dann sprang Fritzi vom Dach und landete auf Trabbis Rücken.
„Na prima, Fritzi, willst du mich umbringen? Weißt du, wie weh das tut?”
„Also gut Trabbi, entschuldige bitte, das mache ich nie wieder. Versprochen! Aber nun leg los, du wolltest doch etwas mit mir besprechen.”
„Ja Fritzi, es sind zwei schlimme Dinge, die ich dir sagen muss. Also es geht um Tiere. Ich weiß das alles, weil ich immer zuhöre, wenn Frauchen spricht. Wir hatten an einem Tag Besuch. Eine Freundin kam vorbei und die erzählte eine schreckliche Geschichte von einer Katze. Dieses Kätzchen wurde auf die Straße geschmissen, einfach so, und hatte dann kein Zuhause mehr. Sie trug ein Halsband und weil sie auf der Straße nichts zu fressen fand, wurde sie immer dünner. Das Halsband hing dann an ihrem Hals herunter und sie wollte es loswerden. Dann hat sie versucht es durchzubeißen, dabei hat sie sich ihre Zähne kaputt gemacht. Und dann hat sie versucht, ihr Pfötchen durch das Halsband zu stecken und hat es dann nicht mehr darunter herausbekommen. Sie ist dann auf drei Pfoten rumgehumpelt, bis die Freundin sie gefunden hat. Dem Kätzchen geht es jetzt wieder gut, sie hat eine liebe Familie gefunden.”
„Trabbi, das ist ja schlimm. Wie können Menschen nur so etwas tun? Da können wir doch froh sein, dass wir so ein schönes Zuhause im Müggelwald gefunden haben.”
„Das können wir, denn du weißt ja, dass ich auch auf der Straße gelebt habe. Es ist sehr sehr schlimm, das kannst du mir glauben.”
„Ja, das weiß ich. Aber nun erzähle mir noch die zweite Geschichte.”
„Das ist eine ganz schön böse Geschichte. Frauchen hat eine Zeitung gelesen und was sie dort Böses gelesen hatte, erzählte sie Indira. Weil ich zugehört habe, weiß ich, worum es geht.”
„Trabbi, mach es nicht so spannend. Ich bin schon ganz neugierig auf dieses Geschichte.”
„Na, du wirst dich wundern. Also, da schreibt doch eine Frau in der Zeitung einen Artikel, dass alle Hunde und Katzen auf unserer Erde abgeschafft werden sollen. Hunde und Katzen sorgen dafür, dass unsere Erde kein gutes Klima hat und außerdem fressen sie zuviel Fleisch, meint sie. Indira ist ausgerastet. Sie Frauchen gefragt, ob dieses Frau noch normal sei. Indira sagte dann noch, diese Frau hat nur Müll in ihrem Kopf. Als ich das gehört habe, wie ein Kind so denken kann, war ich richtig stolz auf Indira. So, nun weißt du Bescheid. Hast du eine Idee, was wir machen können?”
„Also erst einmal ist das ein schrecklicher Mensch, der so etwas schreibt. Diese Frau sollte mal darüber nachdenken, wie die Menschen auf unserer Erde dafür sorgen, dass es nur noch Dreck gibt. Was hältst du davon Trabbi, wenn wir unsere Freunde zusammentrommeln und dann darüber sprechen, dass wir alle, egal ob Mensch, Tier oder Natur, ein Recht haben auf unserer Erde zu leben.”
„Prima Fritzi, eine gute Idee. So machen wir es!”