Pläne für alten Güterbahnhof

1700 neue Wohnungen sollen zwischen Köpenick und Hirschgarten nördlich und südlich der S-Bahn-Gleise entstehen. Anfang der 90er Jahre wurde der Güterbahnhof stillgelegt. Seitdem wuchert zwischen verfallenen Baracken und Brand- ruinen viel Grün. Rund 5000 Menschen könnten einmal dort leben. Geplant sind auch Gewerbehöfe, Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen. Jetzt hat Benjamin Hanke von den Grünen Angst, dass damit der Charakter der benachbarten denkmalgeschützten Elsengrundsiedlung verloren gehen könnte. Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) antwortet auf die schriftliche Anfrage: „Die städtebauliche Qualität der künftigen Bebauung soll durch einen städtebaulichen Wettbewerb für das gesamte Entwicklungsgebiet mit angemessenen Vorgaben zur Berücksichtigung des Denkmalschutzes gesichert werden. Die rückwärtigen Gartenflächen der o.g. Grundstücke der denkmalgeschützten Elsengrundsiedlung, die nördlich der im künftigen Entwicklungsbereich geplanten öffentlichen Straße (Verlängerung Stellingdamm) liegen, sollen in einem noch aufzustellenden Bebauungsplan als private Grünflächen festgesetzt werden. Eine Bebauung wird so ausgeschlossen.” Alles klar? Die Pläne für das inzwischen sehr verwilderte (anderes Wort für artenreiche) Areal mit verfallenen DDR-Baracken sind groß. So sollen dort die Trasse der Ostumfahrung Bahnhofstraße entlangführen, eine öffentliche Fuß- und Radwegeverbindung, ein Dienstleistungs- und Mobilitätszentrum sowie Flächen für den Wohnungsbau und entsprechende Erschließungsflächen entstehen. Dabei sollen die Höhen und die Dichte der geplanten Bebauung von Westen (S-Bahnhof Köpenick) nach Osten abnehmen und die Dimensionen der jeweils vorhandenen Stadtstruktur berücksichtigen. Doch noch gehören die Flächen nicht dem Land Berlin. Erst mit Beginn der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme – vermutlich Ende des Jahres – soll das Areal erworben werden. Für Anfang 2020 ist dann eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant. Bleibt abzuwarten, was alles umgesetzt werden kann von den großen Plänen.

Reeder als Kunstmäzen

Reeder Lutz Freise (Reederei Riedel) tritt als Kunstmäzen auf. Auf seinem Grundstück an der Nalepastraße will der kunstaffine Mann und Sammler ein Atelierhaus bauen, für 1,2 Millionen Euro. Sein Projekt ist mit der Kulturverwaltung abgestimmt. Ein ehemaliges Arbeiterhaus soll zum Atelierhaus umgebaut werden. 16 Studios könnten auf drei Etagen entstehen, jeweils rund 45 Quadratmeter groß. Die Vermietung soll später der Berliner Atelierbeauftragte übernehmen.

AvH bekommt neue Fassade

800.000 Euro für eine neue Fassade. Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium soll seine ursprüngliche Fassade aus Keramikfliesen wieder bekommen – zumindest erstmal im Eingangsbereich der Schule. Das Geld kommt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, eine Kofinanzierung gibt es durch den Bezirk und 16.000 Euro kommen noch über Vereine, was Bürgermeister Oliver Igel (SPD) besonders würdigt.