Jetski-Rowdy zu Geldstrafe verurteilt

Jeden Sommer das gleiche Drama. Die Grundstücksbesitzer an der Müggelspree klagen über chaotische Wasserstraßennutzer, die zum Teil ohne Rücksicht auf Schwimmer oder andere Wassersportler zu nehmen, die Spree entlang rasen. Durch einen Unfall ist jetzt einer von ihnen verurteilt worden: Mit 450 Euro Geldstrafe ist er allerdings noch glimpflich davon gekommen.
Der 48-Jährige war im August vergangenen Jahres mit einem Jetski auf der Müggelspree unterwegs. Weil ein bisschen Nervenkitzel dazu gehört, fuhr er besonders dicht an anderen Wassersportlern vorbei. Zwei Stand-up-Paddler landeten im Wasser. Und beim wiederholten Versuch, möglichst knapp an einem Floß vorbei zu rasen, verlor der Jetski-Fahrer die Kontrolle über sein Gefährt und prallte gegen das Holzfloß. Einer der Floß-Skipper wurde bei dem Manöver verletzt, so dass der Raser jetzt auch noch mit einer Schmerzensgeldforderung rechnen kann. Das Amtsgericht Tiergarten hat das rowdyhafte Verhalten des Jetski-Fahrers mit dem Urteil bestätigt. Vielleicht hilft es ja, andere Raser abzuschrecken, damit alle Spaß am erfrischenden Nass haben.

sip

Zwei Schwerverletzte nach Schiffsunfall

Aua, das tut weh. Mitte Juli sind zwei Frauen gegen die Russenbrücke in Rahnsdorf geprallt. Gemeinsam mit vier anderen Leuten machten sich die Beiden einen gemütlichen Tag auf dem Wasser und waren mit einem Floß auf der Alten Spree unterwegs. Die beiden Frauen lagen auf dem Dach des Floßes, als sie merkten, dass sie nicht gemeinsam mit dem schwimmbaren Untersatz unter der Brücke hindurchpassen würden. Sie riefen das noch dem 59-jährigen Käpt’n zu, doch der schaffte es nicht mehr rechtzeitig, das Floß anzuhalten. Die 55- und 68-jährigen Frauen stürzten vom Dach auf den Boden des Floßes und verletzten sich schwer. Jetzt ermittelt die Wasserschutzpolizei. Unschönes Ende einer lustigen Wasserpartie. sip

Wirtschaftskreis trifft sich

Der Wirtschaftkreis Müggelheim trifft sich am 6. August um 19.30 Uhr in ungezwungener Atmosphäre bei einem seiner Mitglieder in Spreewiesen. Gäste sind Willkommen. Nähere Infos gibt es nach Ihrer Anmeldung beim WKM-Vorsitzenden Oliver Albrecht unter kontakt@wirtschaftskreis-mueggelheim.de

Kartenvorverkauf für Schleppjagd-Kremser gestartet

In meiner Kindheit begann Anfang August gerade die zweite Hälfte der Sommerferien. Nun fängt am Montag die Schule schon wieder an und am nächsten Wochenende ist die Einschulung der Erstklässler. Die Straßen werden wieder voller und bitte, liebe Autofahrer, passen Sie auf die kleinen und großen Schüler auf, die sich in unserem „Dorf“ auf den Weg zur Schule und zurück machen. Der Sommer wird sicher und auch hoffentlich noch eine Weile bei uns bleiben und so können auch diejenigen, die ihren Urlaub außerhalb der Ferien verbringen dürfen, diesen in vollen Zügen genießen.
Wie in allen Jahren ist es im Sommer um den Heimatverein ruhiger, dennoch geht die Arbeit weiter. Konkrete Neuigkeiten hinsichtlich der Nutzung des Dorfklubs können wir leider nicht vermelden, wir bleiben dran und setzen die Hebel in alle Richtungen in Bewegung. Bis Jahresende scheint die Nutzung sicher zu sein; wir halten Sie auf dem Laufenden.
Am Wochenende 20. bis 22. September findet auf dem Dorfanger das diesjährige Erntefest statt. Konkrete Infos folgen im nächsten Boten. Nur so viel: Am Samstag, den 21. September findet wieder die Schleppjagd statt. Sie können die Reiter wie in jedem Jahr per Rad oder mit dem Kremser begleiten. Der Kartenverkauf für die Kremser findet ab sofort jeden Mittwoch zwischen 16.30 und 18 Uhr im Dorfklub statt. Die Karten kosten inklusive Imbiss am Zwischenstopp 25 Euro.
Vorstand des Müggelheimer Heimatvereins

Kopflose Kiefern

Wer auf der Gosener Landstraße stadtauswärts fährt, wundert sich: Vor der Neuen Fahlenbergbrücke stehen auf der linken Seite etwa 20 geköpfte Kiefern. Und zwar wirklich geköpft, direkt unterhalb der Krone. Forstamtsleiter Klaus Pogrzeba kann das erklären: „Die Bäume müssen dort weg. Weil es aber zu gefährlich ist, sie so dicht an der Straße im ganzen zu fällen, haben wir eine Fremdfirma beauftragt, erstmal die Kronen zu kappen.“
Jetzt ragen die kerzengerade gewachsenen Stämme und kahl in den Himmel. Aber sie müssen auch noch dran glauben. Im Herbst, wenn die Fällsaison offiziell beginnt, werden auch diese Bäume kippen. Dann aber deutlich weniger gefährlich für den Verkehr und die Stromleitung.
Und was es sonst gibt von den Forsten? „Wir brauchen Regen, dringend!“ Immer mehr Neupflanzungen gehen kaputt, weil sie zu wenig Wasser haben. Auch die Tiere leiden „und wir hätten eine geringerer Gefahr für Waldbrände, wenn alles etwas feuchter wäre“, fügt Pogrzeba hinzu. 22 Brände gab es dieses Jahr schon in den Wäldern im Bezirk. Viel mehr als sonst. Das trockene Unterholz brennt wie Zunder. Die Polizei sucht nach einem Brandstifter.
Die durch die Trockenheit im vergangenen Jahr eingegangenen Bäume müssen im Herbst wieder ersetzt werden. Die Berliner Forsten sind von der früheren Pflanzzeit im Frühling jetzt schon auf den Herbst ausgewichen. Dadurch wollen sie der Trockenheit im Sommer ausweichen und den Bäumen etwas Winterfeuchte zukommen lassen. „Doch so ein Wechsel zieht einen ganzen Rattenschwanz nach sich“, meinte der Forstamtsleiter, „die Baumschulen müssen sich umstellen, die Pflanzbetriebe auch und letztlich kostet alles viel Geld.“ Besonders hoch sind die Verluste bei Eichen und Buchen gewesen. so schnell können Baumschulen gar nicht neue Bäume großziehen, wie sie zurzeit durch die Trockenheit eingehen.

sip

Neue Facebook-Gruppe gegründet

Die alte Müggelheim-Gruppe bei Facebook wurde aus dem Verkehr gezogen. Zu den Gründen schreibt Christian Tanzmann als deren Administrator mehr in den Gedanken aus Müggelheim. Mittlerweile hat sich eine neue Müggelheim-Gruppe auf Facebook gegründet. Diesmal soll es Gruppenregeln geben, als Erfahrung aus der vorherigen Gruppe. Das Wichtigste: Es werden keine politischen Diskussionen und keine links- oder rechtsradikale, oder religiöse Propaganda geduldet. Es geht um müggelheimspezifische Themen. Und das Ganze mit einem normalen Umgangston, ohne Beleidigungen. sip