Gedanken aus Müggelheim

Von Simone Jacobius

Kinder, wie die Zeit vergeht. 25 Jahre gibt es den Müggelheimer Boten schon. Während er sich jetzt jugendlicher als in seinen Anfangsjahren gibt – Farbe und frischeres Layout – sind die Jahre an uns leider nicht so spurlos vorüber gegangen... Aber nicht nur an uns Machern. Was hat sich nicht alles geändert im Ort seit der ersten Ausgabe im September 1994. Vorbei die Ladenvielfalt. Hatten wir doch nicht nur einen gutsortierten Supermarkt, sondern auch einen Fleischer, einen Buchladen und sogar mal kurzzeitig einen Bioladen. Vorbei. Stattdessen drei Discounter und neuerdings einen Tätowierer.
1994 war auch von einem BER in Schönefeld noch keine Rede. Im Gegenteil, damals wurde Schönefeld als ungeeignetster Standort abgewählt. Erst im Mai 1996 gab es den berüchtigten Konsensbeschluss von Bundesregierung, Senat und Landesregierung Brandenburg. Seitdem bestimmt der Kampf gegen diesen Standort das Leben vieler Müggelheimer. Auch wir als Zeitung haben uns rege daran beteiligt, in den Anfangsjahren sogar Demos organisiert. Aber das waren in den zweieinhalb Jahrzehnten nicht unsere einzigen Aktivitäten. Da gab es beispielsweise die Spiel- & Spaßrallye, die wir für Müggelheimer Familien organisierten oder auch gemeinsame Frühjahrsputz-Aktionen im Wald. Aber alles hat seine Zeit, irgendwann erlahmt das Interesse oder auch die Bereitschaft, sich immer stärker zu engagieren. Dafür gibt es irgendwann auch wieder neue Ideen, neue Engagements.
Das Leben einer Zeitung ist halt nicht anders als das Leben von uns allen. Es gibt Wellen, Hochs und Tiefs. Und wenn man sie übersteht, kann man voller Stolz auf die zurückliegenden 25 Jahre blicken und sagen: So war das mal. Und: Wir haben es geschafft!

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