Stromausfall museumsreif

Der große Stromausfall im Februar findet sich nun im Heimatmuseum Köpenick wieder. Etwa 31 Stunden dauerte er. Bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke wurden gleich zwei Starkstrom-Kabel so beschädigt, dass 31.500 Haushalte mehr als einen Tag ohne Strom waren. Dieses Besondere ist es auch, dass einem Stück dieses Kabels nun einen Platz im Museum Köpenick sichert. Ende Juli wurde es offiziell vom Vorsitzenden Geschäftsführer der Stromnetz Berlin an Bürgermeister Oliver Igel übergeben. Übrigens ist das Kabel-Stück gerade mal 18 Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von acht Zentimetern. „So ein Zeitdokument gehört an einen sicheren Platz“, begründet Igel die Aktion und meint zugleich, dass er sich durch diese Erfahrungen für zukünftige Vorkommnisse besser gewappnet fühle.

Schwierige Grundstückssuche

Barrierefreiheit hin oder her. Manchmal sind gut gemeinte Ideen in der Realität doch schwer umzusetzen. So scheint es auch mit der gut gemeinten, von vielen allerdings belächelten barrierefreien Variante zum Spreetunnel zu sein. Denn die Suche nach einem Grundstück für den von Verkehrssenatorin Regine Günther vorgeschlagenen Fähranleger gestaltet sich schwierig. Sie wollte parallel zum Spreetunnel eine Fähre installieren. Doch die Suche nach geeigneten Ufergrundstücken für die Fähranleger bereitet einige Mühe, da sich das Friedrichshagener Ufer überwiegend in privater Hand befindet und auf der gegenüberliegenden Seite ein Landschaftsschutzgebiet liegt. Zuständig ist übrigens die Verkehrsverwaltung für Berlin, nicht unser bezirkliches Bauamt.

Tunnel wird saniert

Der Fußgängertunnel unter der Michael-Brückner-Straße in Schöneweide wird endlich saniert. Die Bauarbeiten haben begonnen. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 300.000 Euro sind für die Sanierung vorgesehen. Der Tunnel war 2016 bei einem Brand stark beschädigt worden. Der Vorschlag, ihn zuzuschütten und einen ebenerdigen Übergang zu schaffen, beeindruckte die Verwaltung offenbar nicht.

Brücke im Zeitplan

Sie plagt uns alle und bremst uns aus. Aber langsam ist Land in Sicht. Die Allende-Brücke liegt gut im Zeitplan und soll spätestens Ende des Jahres wieder befahrbar sein. Das erklärte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) im Abgeordnetenhaus. Um die Arbeiten zu beschleunigen, sei eine Prämie ausgelobt worden. Allerdings soll bis zum Jahresende – spätestens – erst der erste Brückenteil fertig werden. Dann wären wieder zwei Spuren pro Richtung befahrbar und lange Umwege mit Bus und Auto können wegfallen. Nachdem der erste Teil fertiggestellt wurde, wird der zweite begonnen, der dann 2021 fertig sein soll. Mitte August wurde das in den vergangenen Wochen vormontierte Brückenteil in seine endgültige Lage geschoben. Dafür war die Durchfahrt für Schiffe unter der Brücke mehrere Tage gesperrt.

Köpenick ganz vorne

Treptow-Köpenick ist wieder mal Spitzenreiter bei den Baugenehmigungen. Im Bezirk wurden im 1. Halbjahr allein 2526 Wohnungen genehmigt, das entspricht 22 Prozent aller genehmigten Wohnungen in Berlin, heißt es vom Bezirksamt. Und einem Zuwachs um fast 50 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) nahm das zum Anlass, sich bei seinen Mitarbeitern öffentlich zu bedanken. Unter den genehmigten Bauvorhaben privater Investoren sind beispielsweise 64 Wohneinheiten an der Kiefholzstraße, oder auch 160 Wohneinheiten und Gewerbeeinheiten an der Fließstraße. Auch bereits genehmigt ist der Neubau von zwei Studentenwohnhäusern (298 WE) und eines Gebäudes mit gewerblich möblierten Serviceapartments (137 WE) in Adlershof. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften schaffen ebenfalls neuen Wohnraum, wie die Wohnungsbaugenossenschaft GWG „Berliner Bär e. G.” in Oberschöneweide. Gleich an zwei Standorten sollen insgesamt 85 Wohnungen, davon 57 barrierefrei realisiert werden. Dazu kommen noch Dachgeschossausbauten oder Nachverdichtungen, die bereits genehmigt sind und 2019/2020 umgesetzt werden können.