1800 neue Wohnungen

Güterbahnhof Köpenick nimmt die nächste Hürde. Das Plangebiet Güterbahnhof Köpenick sieht ähnlich aus wie der BER, zumindest in der grafischen Aufbereitung der Berliner Morgenpost. Der Senat hat jetzt förmlich beschlossen, dort eine „städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ durchzuführen, damit kann Berlin Flächen erwerben, ohne spekulative Grundstückspreise zahlen zu müssen. Ein großer Flächenenanteil gehört der Bahn, es gibt aber auch viele kleinere Grundstücksbesitzer, die sich um ihr Eigentum gebracht fühlen. Ansonsten signalisieren Bezirkspolitik und Nachbarn grundsätzliches Einverständnis. 1800 Wohnungen sollen auf der 58 Hektar großen Flächen entstehen, davon 40 Prozent als preisgebundene Sozialwohnungen – deutlich mehr als üblich. Das Gebiet ist eines der 14 neuen Stadtquartiere, in denen in den kommenden Jahren 43.500 Wohnungen gebaut werden sollen.
Carsharing statt Parkplätze. Zwei Grundschulen und eine Sekundarschule sollen entstehen, mit zusammen (laut Mopo) 1720 Plätzen, damit könne das wachsende Defizit an Schulplätzen in der Umgebung gleich mitbeseitigt werden, heißt es. Das neue Stadtquartier soll „autoarm“ angelegt werden, mit „Mobility-Hubs“ zum Ausleihen von Fahrzeugen (Carsharing). So wird auch das neue Schumacher-Quartier auf dem Flughafen Tegel geplant. Das trifft bei CDU, FDP und AfD auf wenig Begeisterung.
Die Planer hoffen, dass bis zur Fertigstellung der neuen Siedlung auch der Regio-Bahnhof Köpenick ans Netz geht, das ist 2026 geplant. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) freut sich, dass es (zumindest) in Köpenick vorangeht: „Mit dem heutigen Beschluss sind wir mit der Revitalisierung des seit Anfang der 90er Jahre brachliegenden ehemaligen Güterbahnhofareals ein entscheidendes Stück vorangekommen.“

Loch in Uferbefestigung

Auf der Köpenicker Schlossinsel ist ein Uferstück abgesackt. Hier fehlt seit Jahren die Ufermauer, schreibt die „Berliner Woche“. Wann der Schaden repariert wird, ist noch nicht klar. „Unsere Tiefbauabteilung wird die Art der Uferbefestigung verändern und dauerhaft wiederherstellen“, teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Umwelt mit. Für die Umsetzung liefen derzeit Abstimmungen.

Schneller in die City

Mit dem Fahrplnwechsel am 15. Dezember wird die S3 zur Pilotstrecke. Zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof verkehren im Berufsverkehr sogenannte Expresszüge, die an vielen Stationen durchfahren. Sie sollen nur in Köpenick, Karlshorst, Ostkreuz und Warschauer Straße stoppen und dadurch etwas schneller sein. Außerdem wird es vermutlich weniger Gedrängel geben. Um Verwechslungen auszuschließen, sollen diese Züge dann mit „S3 Express Friedrichshagen” oder „S3 Express Ostbahnhof” gekennzeichnet sein. Sie fahren montags bis freitags alle 20 Minuten jeweils kurz vor dem regulären Zug, der an allen Bahnhöfen hält.