Tunnel bleibt dicht

Der Fußgängertunnel in Schöneweide wird – voraussichtlich – erst im kommenden Frühjahr wieder freigegeben. Die Demontage und Reinigung der durch einen Brand vor drei Jahren beschädigten Tunnelteile ist bereits abgeschlossen. Dabei wurden bisher nicht bekannte Einbauteile entdeckt, die zusätzlich saniert werden müssen. Dadurchgeht Verkehrsstaatssekretär Ingmar Freese von einer Kostensteigerung um zehn bis 15 Prozent und einer Freigabe des Tunnels erst im Frühjahr 2020 aus.

Neue Infostele am Rathaus

Eine von acht berlinweiten touristischen Informationsstelen steht jetzt auch am Rathaus Köpenick. Sie ist ab sofort in deutscher und englischer Sprache nutzbar. Nicht nur Gäste, sondern auch Berliner, können damit auf komfortable Weise die Altstadt Köpenick in seiner Vielfalt entdecken. Davon ist auch Bezirksbürgermeister Oliver Igel überzeugt: „Treptow-Köpenick hat viele touristische Highlights, die es zu entdecken lohnt. Die Informationsstele ist eine wunderbare Erweiterung des touristischen Informationsangebotes. Ich freue mich sehr, dass eine von acht berlinweiten Pilotstelen nun vor dem Rathaus Köpenick steht.”
Auf dem digitalen Display finden sich mit einer Umgebungskarte naheliegende Sehenswürdigkeiten und Informationen z.B. zu ÖPNV-Anschlüssen, Taxiständen, Toiletten, Spielplätzen und Polizeidienststellen. Mithilfe eines QR-Codes sind zusätzliche Informationen zu den touristischen Highlights in der Umgebung abrufbar. Die ersten acht Stelen werden innerhalb einer Pilotphase bis Ende 2020 getestet und ausgewertet. Anschließend erfolgt bis 2023 die Fertigstellung der insgesamt 220 Informationsstelen.

Bauarbeiten dauern länger

Die Wasserbetriebe haben Probleme mit ihrem Bohrsystem. Daher sollen sich die Bauarbeiten in der Wendenschloßstraße noch bis zum 10. Januar 2020 hinziehen, wie das Bezirksamt auf Anfrage des SPD-Verordneten Edwin Hoffmann mitteilt. Allerdings nur, wenn keine neuen Probleme auftauchen. Eine Nachfrage bei der Bauleitung hat ergeben, dass sich bei den horizontalen Bohrungen durch die Berliner Wasserbetriebe laufend der Bohrkopf festgefräst hat und dieser dann aufwendig geborgen werden musste. Vielleicht ginge es doch schneller, die Straße wie üblich aufzubuddeln.
Spitzenreiter beim Bauen
Treptow-Köpenick ist berlinweit wieder ganz vorn bei der Genehmigungen für Wohnungen. Im Bezirk wurden zwischen Januar und September dieses Jahres 3322 Wohnungen genehmigt, das entspricht 22 Prozent aller genehmigten Wohnungen in Berlin. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres ergibt sich eine Zunahme um fast 65 Prozent der Baugenehmigungszahlen im Wohnungsbau. Damit bewegt sich Treptow-Köpenick deutlich gegen den Trend. Von Januar bis September 2019 sank in Berlin die Anzahl der genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,7 Prozent auf 15.324, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.
Unter den in Treptow-Köpenick genehmigten Wohnungsbauvorhaben sind Bauvorhaben privater Investoren wie zum Beispiel in der Kiefholzstraße. Hier entsteht eine neue Wohnanlage mit 64 Wohneinheiten oder beispielsweise in der Fließstraße. Dort werden mehrere Neubauten für Wohnungsbau mit insgesamt über 160 WE und einzelne Gewerbeeinheiten entstehen. Auch bereits genehmigt ist der Neubau von zwei Studentenwohnhäusern (298 WE) und eines Gebäudes mit gewerblich möblierten Serviceapartments (137 WE) in Adlershof.

Zenner-Pächter gesucht

Der Bezirk sucht einen neuen Pächter für die Gaststätte Zenner im Treptower Park. Grund ist die Insolvenz des bisherigen Pächters. Der Insolvenzverwalter hat allerdings versprochen, den Betrieb zunächst bis Jahresende weiterlaufen zu lassen. Im Zenner sind derzeit zwei Restaurants untergebracht, das Zenner-Restaurant und ein Burger-Grill. Der neue Pächter soll „einen langfristigen Nutzungsvertrag mit der Option des Erbbaurechts für den gesamten Komplex“ bekommen, wenn er möchte. Aber Achtung: Ein wesentlicher Bestandteil der Mietsache ist die Instandhaltung der geschützten Bausubstanz.

Kostenfreie Lastenräder

Erwin und Müggelkäfer stehen jetzt in Friedrichshagen bereit: Ob Kinder kutschieren, Getränkekisten für die nächste Party holen, für den Pflanzeneinkauf in der Gärtnerei oder den wöchentlichen Großeinkauf – dafür kann man jetzt die beiden Lastenräder kostenlos nutzen. Sie gehören zum ADFC-Projekt „fLotte Berlin“ und können über die Plattform www.flotte-berlin.de kostenfrei ausgeliehen werden. Nach dem Motto „Teilen statt Besitzen“ leistet das Projekt einen Beitrag zur Verkehrswende. Als sauberes Mobilitätsangebot bieten Lastenräder insbesondere für kurze und mittlere Stecken eine Alternative zum Auto. Dadurch werden Verkehrsemissionen eingespart und die Lebensqualität im Kiez steigt, heißt es vom ADFC.
Das Lastenrad „Erwin“ konnte durch Spenden von Friedrichshagenern ergänzt durch Mittel aus der Lokalen Agenda 21 angeschafft werden. Sein Standort ist der Coifför in der Bölschestraße 134, dessen Inhaberin die Spendeninitiative mit ins Leben gerufen hat. Mit dem Lastenrad „Müggelkäfer“ setzt Alnatura sein Engagement für eine nachhaltige Mobilität in den Berliner Kiezen fort.

Tatort Försterei

Mindestens 15 Mal ist in den vergangenen fünf Jahren in Gebäude der Berliner Forsten eingebrochen worden. Die sind zwar überwiegend rund ums Jahr bewohnt, befinden sich aber naturgemäß meist in eher dünn besiedelten und schlecht beleuchteten Gefilden. Schwerpunkt der Einbruchserie ist der Bereich des Forstamtes Köpenick, gestohlen wurden laut Umweltverwaltung „alle Arten von Motor- und Elektrowerkzeugen, insbesondere Motorsägen und kleinere Maschinen“. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 250.000 Euro. Dabei wurden schon etwa 60.000 Euro in Alarmanlagen und Umbauten für mehr Sicherheit investiert. Leider sind die Objekte nicht versichert, so dass Reparaturen und Ersatzgeräte aus dem laufenden Haushalt finanziert werden müssen. Und der ist angespannt.