Sternenzauber

Die richtige Pflege der Weihnachtssterne. Sie sind Sensibelchen

Von Simone Jacobius / Bild: Fotolia

Weihnachtsterne zählen zu den beliebtesten Zimmerpflanzen in der Adventszeit. Mit ihren leuchtendroten Hochblättern in Sternenform sind sie ein Lichtblick in der ansonsten zu der Jahreszeit tristen Pflanzenwelt und passen ideal zur Weihnachtszeit. Entdeckt wurde die attraktive Pflanze 1828 von Joel Poinsette, damals Gesandter der Vereinigten Staaten in Mexiko, in der mexikanischen Hochebene. Er gab ihr auch ihren ursprünglichen Namen – Poinsettie.
Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Schon die grünen Blätter sind eine Zierde, aber die Brakteen, die bunten Hochblätter, sind ihr eigentlicher Schmuck. Die Blüte, Cyathium genannt, ist dagegen eher unscheinbar und befindet sich in der Mitte der Brakteen. Neben der ursprünglich karmesinroten Farbe des Weihnachtssterns gibt es inzwischen unzählige Neuzüchtungen von weiß über gelblich-grün bis zu rosa. Seit Anfang November gibt es sie bereits in allen Größen und Farben im Handel zu kaufen.
Egal ob auf der Fensterbank, im Adventsgesteck oder im Blumenstrauß – Weihnachtssterne gehören zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum. Doch die „Sterne“ sind Sensibelchen und benötigen besondere Pflege.
„Eine gesunde Pflanze erkennt man vor allem auch an ihren kräftigen grünen Blättern“, verrät Markus Gläser, Produktionsleiter in der Fontana Gartenbau GmbH in Brandenburg, die seit 2004 Weihnachtssterne züchtet. Auch sollten die kleinen Blüten zu sehen, aber noch geschlossen sein, rät der Fachmann. Dann hätte man lange Freude an der Pflanze.
Generell schadet den Pflanzen zu viel Wasser. „Die Wurzeln leiden, die Pflanze verliert dann ihre Blätter“, sagt Gläser. Er rät dazu, die Töpfe eher trockener zu halten und nur mit lauwarmem Wasser zu gießen.
Weihnachtssterne mögen Temperaturen von 15-22 Grad und helle Standorte, die aber nicht direkt am Fenster sein müssen. Zugluft und wechselnde Standorte mit großen Temperaturschwankungen mögen sie dagegen gar nicht. Das heißt also, schon beim Kauf im Blumenladen darauf achten, dass die Pflanze für den Heimweg warm eingepackt ist damit sie nicht beim Temperaturschock plötzlich alle Blätter abwirft.

Nach der Blüte

Weihnachtssterne sind mehrjährige Pflanzen und werden in freier Natur bis zu vier Meter groß. Allerdings in wärmeren Gefilden… Doch auch bei uns gelingt es, sie zu überwintern. Während der Blüte brauchen die Pflanzen keinen Dünger und auch nicht so viel Licht. Wenn man sie über den Winter bekommen hat, dann schmeißen sie fast alle Blätter ab und brauchen mehr Pflege. „Am besten schneidet man die Pflanze zurück, stellt sie in die Sonne, gießt mehr und düngt sie einmal im Monat“, rät der Gartenfachmann.
Damit der Weihnachtsstern pünktlich zum Fest wieder anfängt zu blühen, muss er acht Wochen lang mindestens zehn Stunden am Tag in absoluter Dunkelheit stehen. Und dann belohnt er uns wieder mit seinem leuchtendroten Sternenkranz.