Müggelheimer Bote
17. Jahrgang, Ausgabe 6/2011
Juni 2011
Müggelheimer Bote

Inhalt
Kräfte bündeln im neuen Bündnis Südost
In Müggelheim fehlt passender Wohnraum für Senioren
Projekt Rübezahl geht in den Endspurt
Der neue Mellowpark nimmt Gestalt an
Ein ganzes Dorf in Feierlaune
Gefahr durch Eichenprozessionsspinner
Weitere Meldungen
Gedanken aus Müggelheim
Aus den Vereinen
Aus der BVV
Neues aus Treptow-Köpenick
Kleinanzeigen
Heimatverein
Kirche
Serie für den Natur- und Gartenfreund
Geschichten aus dem Müggelwald
Karikatur
Letzte Seite
Archiv
Müggelheim im Internet
Impressum
© 2011
Müggelheimer Bote
 

Gedanken aus Müggelheim

von Simone Jacobius


Jetzt sind sie wieder vorbei, unsere tollen Tage von Müggelheim – und ich habe sie wieder ausgiebig genossen. Ich hoffe, Sie auch! So viele Menschen, wie aber unterwegs waren auf dem Müggelheimer Angerfest nebst seinen Winzernächten, ist die Wahrscheinlichkeit schon recht groß… Ich jedenfalls habe platt getanzte Füße und ramponierte Stimmbänder. Zum Glück funktionieren aber meine Hände noch, so dass ich wenigstens schreiben kann.

Ich bin jedes Jahr aufs Neue begeistert davon, was solch ein kleines Dorf wie unseres auf die Beine stellen kann. Es wurde wieder ein großartiges Programm geboten, sowohl musikalisch, wie auch vom "Beiwerk" her. Und von der Stimmung her mal ganz zu schweigen. Man kennt sich, man plaudert völlig ungezwungen, man trinkt zusammen einen Schluck Pfälzer Wein… Gute Laune pur! Keiner klebt an seinem Platz, man kennt denjenigen und diejenige, lernt neue Leute kennen, kommt ins Gespräch. Einfach schön, ich genieße das. Jung und Alt, Neu-Müggelheimer und Alteingesessene geben sich ein Stelldichein.

Beim Anstehen an der Toilette (wo sonst) kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die ganz begeistert war von den Winzernächten. Für sie war es Premiere, und das, obwohl sie schon lange in Müggelheim lebt. Aber ihre Terrasse lag ihr immer näher. Sich abends noch mal aufzuraffen, fiel ihr schwer. Nun wurde sie von einer Nachbarin mitgeschleift – und war begeistert. Ich denke, diejenigen, denen es ähnlich geht und die niemanden haben, der sie mitschleift, versäumen etwas. Zumindest einmal sollte jeder dabei gewesen sein. Und letztlich gibt es für jeden Geschmack etwas, nicht nur für Nachtschwärmer und "Tanzmäuse" wie mich.

Aber so schön dieses Fest auch Jahr für Jahr ist. Es wäre nicht möglich ohne die fleißigen Helfer und Organisatoren, die schon Monate im Voraus anfangen, alles zu organisieren. Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle stellvertretend für viele ganz herzlich danken. Ohne Ehrenamt funktioniert heutzutage kaum noch etwas. Das fängt bei solchen Festen an, wo neben den Organisatoren auch Kuchenbäcker, Grillbediener, Kassierer etc. gebraucht werden, über Vereine, bei denen ein Großteil ehrenamtlich läuft, bis hin zu Fördervereinen und ähnlichem. Aber auch viele im Hintergrund, die keine Zeit haben, aber solch Engagement mit Geld oder Sachspenden unterstützen. Danke, danke, danke!

Ich kann nur sagen: Ein Glück dauert so ein Fest nur ein Wochenende. Denn länger würde meine Kraft nicht mehr reichen. Aber so kann ich mich aufs nächste Angerfest freuen - na und vorher gibt's ja auch noch Erntefest und Weihnachtsmarkt, Feste im Kleinformat.