Müggelheimer Bote
9. Jahrgang, Ausgabe 10/2002
Oktober 2002

Inhalt
Sanierung des Müggelturm-Areals stagniert
Die schönsten Vorgärten wurden ausgezeichnet
Im Flutgebiet vor Ort
Zaunklau auf Werkstein-Areal
Von der Dorfapotheke zum Vorzeigeobjekt
Müggelheim hat anders gewählt
Parforce-Jagd im Zeichen des Wahlkampfes
Rückblick auf das Lokale-Agenda-Fest
Keine private Nutzung von öffentlichen Straßen
Schönefeld: Gesprächspartner unterzeichnen Absichtserklärung
Rettet die Kastanien
Weitere Meldungen
Gedanken aus Müggelheim
Nachrichten aus Gosen
Leserbriefe
Kleinanzeigen
Serie für den Natur- und Gartenfreund
Archiv
Müggelheim im Internet
Impressum
© 2002
Müggelheimer Bote
 

Parforce-Jagd im Zeichen des Wahlkampfes

Man merkte, es war kurz vor der Wahl: So viele Politiker hatten sich selten zum Auftakt der Parforce-Jagd eingefunden, wie in diesem Jahr. Dennoch ist der Reiz dieses reiterlichen Spektakels auch nicht zu unterschätzen. Während die Pferde unruhig hin und her tippelten, gingen die Zweibeiner in Muße von einem zum anderen und hielten ein Schwätzchen.

Erst als die Jagdhornbläser aus Heilgensee ins Horn stießen und Pfarrer Siegfried Menthel zu seiner Morgenandacht anhub, kehrte feierliche Stille ein. 22 Reiter waren diesmal gekommen, um an der zum sechsten Mal stattfindenden Schleppjagd teilzunehmen. Nach dem traditionellen Bügeltrunk jagten die Pferde der Hundemeute hinterher, welche wiederum einer vorher gelegten Eukalyptusspur folgte.

Die Parforce-Jagd ist immer wieder ein schönes und gern gesehenes Spektakel anlässlich des Erntefestes. Doch beim Rest des Festes auf dem Anger musste der Bezug zur Ernte mühsam gesucht werden. Von den ohnehin sehr wenigen Ständen hatten zudem auch nur wenige mit dem Herbst und der stattfindenden Ernte zu tun. Bei allem Dank für's ehrenamtliche Engagement (Organisation, Standbetreuung, Kuchen backen) muss auch Kritihk erlaubt sein. Denn auch die Kinder kamen wieder nicht auf ihre Kosten - von der Zuckerwatte und den glasierten Äpfeln einmal abgesehen. Und wenn da nicht noch der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr ihr Kasperletheater aufgeführt hätte, hätte es wohl ganz mau ausgesehen. Doch das soll, laut Zuschauern, wirklich sehr schön gewesen sein. sip