Frischer Asphalt für Alt-Müggelheim

Am 21. März fand im Rathaus Treptow die nunmehr 17. Sitzung der Bezirksverordneten statt.

Bevor es an die eigentliche Abarbeitung der Tagesordnung ging, wurde der Preis für Zivilcourage übergeben. Ein bewegender Moment, da man unmittelbar erleben durfte, dass Zivilcourage und Hilfsbereitschaft immer von vielen Menschen immer noch als selbstverständliche Werte gelebt werden. Insgesamt wurden fünf Personen geehrt. Der Preis für Zivilcourage wird jährlich vergeben. Jeder kann Menschen vorschlagen, die sich aus seiner Sicht couragiert für andere Menschen in Notsituationen eingesetzt haben. Nach einem kurzen musikalischen Ausklang wurden die Geehrten unter dem Applaus der Bezirksverordneten verabschiedet.

Danach kehrte wieder der Alltag einer BVV Sitzung ein, an deren Anfang immer Berichte aus dem Bezirksamt und die Beantwortung von Fragen stehen.

Der Bericht aus dem Bezirksamt des Bürgermeisters fiel mal wieder sehr kurz aus, enthielt jedoch eine kurzen Bericht aus der Fluglärmkommission (FLK). Ja es gibt sie noch und sie tagt auch noch. Und man sollte sich nicht täuschen, der Flughafen und seine Auswirkungen für Müggelheim werden auch kommen. Gerade in Müggelheim hat man den Eindruck, dass viele noch an das Wunder einer relativen Verschonung glauben. Nein vielmehr wird es einen Verteilungskampf geben, über welches Gebiet geflogen werden darf und über welches Gebiet nicht. So wurde unter anderem berichtet, dass es Gespräche zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung gibt um ein drohendes Vrtragsverletzungsverfahren abzuwenden. Im Grundsatz geht es darum, ob es eine Um-weltverträglichkeitsprüfung für Flugrouten über den Müggelsee und Rangsdorf (nicht Rahnsdorf) gab. Ziel ist, die Route über den Müggelsee zu kippen.

Ansonsten wurde noch aus der Fluglärmkommission berichtet, dass die bisherige Vorsitzende nunmehr, wahrscheinlich für verdienstvolle Arbeit, die Karriereleiter hochgefallen ist und nunmehr Infrastrukturstaatssekretärin in Brandenburg geworden ist. Mit großer Mehrheit wurde ebenfalls ein Antrag vom Bezirk Treptow-Köpenick in der FLK angenommen, der noch einmal ein abhängiges Betriebsregime der beiden Start- und Landebahnen fordert. Festzustellen bleibt, wenn die Müggelheimer sich nicht endlich stärker für ihre Belange und ihren Ort engagieren, denn werden wir zum Spielball der uns umgebenden Interessen.

Für Müggelheim gibt es aus dieser BVV-Sitzung wenig zu berichten. Ein geänderter B-Plan ist das einzig, was für unseren Ortsteil berichtenswert ist. Hier wurde der B-Plan in der Müggellandstraße neu festgesetzt und in seinem Geltungsbereich verändert. Wie berichtet wurde hier das Gebiet, auf welches sich der B-Plan bezieht, an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst.

Interessante Berichte gab es aus dem Bereich Stadtentwicklung und Tiefbau.

Der Spreepark wird wohl auch in Zukunft keinen schnellen neuen Investor finden. Entgegen der Hoffnungen im Bezirk, ist der belgische Investor wieder abgesprungen. Trotzdem läuft das Zwangsversteigerungs-verfahren im Juni.

Im Bereich der Tiefbauunterhaltung wurde uns mitgeteilt, dass in diesem Jahr der Asphalt an der Straße Alt-Müggelheim komplett aufgefrischt werden soll, dh. Oberschicht abfräsen und neu aufbringen. Weiterhin steht Geld für die akute Behebung von Schadstellen bereit. Wer nach der Schneeschmelze Schäden in Straßenland entdeckt, kann sich gerne an mich wenden. Es ist immer besser, kleine Stellen zu heilen, als irgendwann großflächig zu sanieren. Hierzu wird auch in Zukunft immer öfter das Geld fehlen.

Die nächste BVV-Sitzung findet am 2. Mai ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. Meine nächste Sprechstunde ist am 13.4. um 9.30 Uhr vor Edeka. Ihr Müggelheimer Bezirksverordneter Christian Schild (CDU), Tel.: 0163-6594158 oder C.Schild@gmx.net